+ + +  
   Grüner Aufbau Ost  
  Peter Hettlich, MdB  
Aufbau Ost  
Binnenschifffahrt Hochwasserschutz  
Verkehr in Ostdeutschland  
Weitere
Verkehrsthemen
 
Bauen  
Forschung und Technikfolgen-
abschätzung
 
Wissenswertes und Kurioses  
Studien und Hintergrundpapiere  
Besuch im Bundestag  
 Peter Hettlich
. zur Person
. im Bundestag
 
Büros --->
 
Lieblingslinks  
Presse  
Impressum  
Home  

 

 

 
Beiträge

Beitrag für die Mitgliederzeitschrift des VCD „Elbe-Saale“

Umgebungslärm – Bewertung und Bekämpfung

Schlafstörungen, Infarktrisiko, Bluthochdruck, Kopfschmerzen, Schwerhörigkeit, Aggressivität – dies sind nur einige gesundheitsschädigende Wirkungen, die Lärm auslösen kann. Daneben hat Lärm handfeste wirtschaftliche Folgen. Er senkt die touristische Attraktivität und lässt den Wert von Immobilien verfallen.

Die Lärmbelastung des Menschen hat im 20. Jahrhundert in Deutschland kontinuierlich zugenommen und ein unerträgliches Maß erreicht. Sie wird subjektiv als größte Umweltbelastung empfunden. Verkehrslärm – insbesondere durch den Straßenverkehr – stellt im Allgemeinen die größte Lärmquelle dar. Auch in Zukunft werden weitere Räume durch den Bau von Verkehrstrassen und Flughäfen sowie zunehmenden Verkehr verlärmt. Die ICE- und die Autobahntrasse durch den Thüringer Wald, die A17 von Dresden nach Prag und die derzeit heiß diskutierte Entwicklung des Flughafens Halle-Leipzig zum Luftdrehkreuz für den Güterverkehr sind nur einige Beispiele dafür. Es wird höchste Zeit, den verkehrsbedingten Belastungen konsequent entgegen zu wirken.

Lärmschutz ist eine der größten Herausforderungen der rot-grünen Umwelt- und Gesundheitspolitik auf Bundesebene. Im Vergleich mit anderen europäischen Staaten kann sich der Lärmschutz in Deutschland sehen lassen. Die Grenzwerte im deutschen Immissionsschutzrecht sind für viele Staaten noch Zukunftsmusik. Allein 130 Mio. € investiert der Bund jährlich in Maßnahmen der Lärmvorsorge an Bundesstraßen.

Der beste Lärmschutz ist die Lärmvermeidung an der Quelle. Der Fortschrittsbericht 2004 „Perspektiven für Deutschland – Unsere Strategie für eine nachhaltige Entwicklung“ nennt weitere wichtige Tätigkeitsfelder der Bundespolitik: Lärmsanierungsprogramme an Schiene und Straße, Lärmschutz an Flughäfen und Lärmminderungsplanung.

Aktueller Schwerpunkt im Bundestag ist die Bearbeitung des Umgebungslärmgesetzes und nachfolgender Regelungen. Damit wird endlich die „Richtlinie 2002/49/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 25. Juni 2002 über die Bewertung und Bekämpfung von Umgebungslärm“ – kurz EU-Umgebungslärmrichtlinie - umgesetzt. Ziel des Gesetzes ist es, Umgebungslärm zu vermeiden, ihm vorzubeugen oder ihn zu verringern. Erstmalig gelten europaweit einheitliche Regelungen zur Lärmerhebung, -bewertung und zum Lärmschutz.

Bereits die Ansätze und Definitionen der Umgebungslärmri