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PRESSEMITTEILUNG
Datum: 06.06.2003
Anlässlich der ersten Lesung des von der
CDU/CSU in den Bundestag eingebrachten Gesetzentwurfes zur Bereinigung
von SED-Unrecht erklären Peter Hettlich, Sprecher der Arbeitsgruppe
Ost der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen,
Cornelia Behm, stellvertretende Sprecherin der Arbeitsgruppe Ost,
und Silke Stokar, innenpolitische Sprecherin:
Die Ehrung der Opfer und Verfolgten des DDR-Unrechtsregimes
gehört zum politischen Grundverständnis von Bündnis
90/Die Grünen. Dafür haben wir uns als Opposition und
in der Regierungsverantwortung stark gemacht. 1999 haben wir die
finanzielle Gleichstellung der politischen Häftlinge im Osten
mit denjenigen in Westdeutschland zu Unrecht verurteilten Strafgefangenen
durchgesetzt, indem wir die Haftentschädigung aufstockten.
Gleichzeitig haben wir noch einmal die Antragsfristen für
Rehabilitierungsbescheinigungen verlängert und die finanziellen
Mittel der Stiftung für ehemalige politische Häftlinge
aufgestockt.
Aus unserer Sicht ist es notwendig, den individuellen
Status und das öffentliche Ansehen politisch Verfolgter aus
der ehemaligen DDR zu stärken. Deshalb werden wir weiterhin
dafür sorgen, dass Menschen, die für Demokratie gekämpft
haben, nicht vergessen werden. Noch vorhandene Nachteile wollen
wir weiter abbauen, um die Situation der Betroffenen zu verbessern.
Nachbesserungen sind vor allem im Rahmen des Beruflichen
und Verwaltungsrechtlichen Rehabilitierungsgesetzes notwendig.
Wir wollen eine weitere gesetzliche Fristverlängerung für
Rehabilitierungsanträge erreichen. Des weiteren prüfen
wir die Beweislastumkehr bei Haftfolgeschäden. Die Stiftung
für ehemalige politische Häftlinge soll weiter gestärkt
werden.
Im Gegensatz zur CDU/CSU sind wir verantwortungsbewusst
genug, keine finanziellen Versprechen zu machen, die auf Grund
der äußerst prekären Finanzlage im Moment nicht
einlösbar sind. Dennoch bleibt dieser Punkt auf unserer Agenda.
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