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PRESSEMITTEILUNG NR. 541/2003,
Datum: 8.9.2003
Ostförderung: Neiddebatte so schnell
wie möglich beenden
Zu den Äußerungen des nordrhein-westfälischen
Ministerpräsidenten Peer Steinbrück über die Kürzung
von Fördergeldern für den Aufbau Ost erklärt Peter
Hettlich, Sprecher der Arbeitsgruppe Ost:
So wie Peer Steinbrück die Debatte über
die Städtebau-, Investitions- und EU-Strukturförderung
führt, appelliert er trotz gegenteiliger Beteuerungen doch
zuerst an die Neidgefühle zwischen West und Ost. Diese Debatte
muss sachlich geführt werden. Auch Steinbrück kann kein
Interesse an einem weiteren Auseinandertriften zwischen Ost und
West haben.
Klar ist: Was den östlichen Bundesländern
nützt, ist letztlich auch gut für ganz Deutschland.
Denn je schneller die neuen Länder wirtschaftlich auf eigenen
Füßen stehen, desto eher werden die noch immer notwendigen
und gesetzlich verankerten Transfers überflüssig. Gleichzeitig
sehen wir die Notwendigkeit, dass strukturschwache Regionen in
ganz Deutschland von der Wirtschaftsförderung profitieren
müssen. Allerdings hinkt hier der von Steinbrück viel
zitierte Pro-Kopf-Vergleich: Er vergleicht Äpfel mit Birnen,
wenn er das bevölkerungsreiche Nordrhein-Westfalen mit dem
dünn besiedelten Osten gleichsetzt.
Eine Diskussion über verbindlich vereinbarte
Programme wie den Solidarpakt II oder den Stadtumbau Ost lehnen wir ab. Bei den anstehenden Verhandlungen zur EU-Strukturförderung und zur Investitionszulage kann sich Ministerpräsident Steinbrück
gemeinsam mit den neuen Bundesländern für sinnvolle Regelungen einsetzen,
von denen alle strukturschwachen Regionen profitieren.
Wir wissen, dass in der Praxis Fördergelder
leider nicht immer sinnvoll verwendet werden. Statt eine Neiddebatte zu führen, setzen
wir uns deshalb für einen effizienteren Einsatz und eine bessere
Verteilung der Mittel ein.
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