| Pressemitteilung vom 13.04.2005
Engpässe auf Wasserstraßen beseitigen
Zur Verwendung der vom Bundeskanzler angekündigten zusätzlichen
Investitionsmittel in die Infrastruktur erklärt Peter Hettlich,
Mitglied des Ausschusses für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen
im Bundestag
und Sprecher für Binnenschifffahrt:
Die Wasserstraße darf bei der Verteilung der zusätzlichen
Investitionsmittel in Höhe von zwei Milliarden Euro im Verlauf
der kommenden vier Jahre nicht außen vor bleiben. Auch für
die Binnenschifffahrt müssen Engpässe kurzfristig beseitigt
werden. Projekte wie die Schleusen in Zeltingen und Fankel müssen
in die Tat umgesetzt werden, um die Mosel zu einer leistungsfähigen
Wasserstraße zu entwickeln.
Auch die Niedrigwasserschleuse in Magdeburg zur wasserstands-
unabhängigen Anbindung des Magdeburger Hafens an den Mittellandkanal
muss endlich gebaut werden. Handlungsbedarf sehen wir auch beim
Schiffshebewerk Lüneburg, das eine maximale Nutzlänge
von nur 100 Metern besitzt. Großmotorgüterschiffe mit
einer Länge von 110 Metern können den Elbe-Seitenkanal
nicht nutzen und üben weiterhin einen Ausbaudruck auf die
Mittelelbe aus. Um den Kanal zu einer vollwertigen und attraktiven
Alternative zur naturnahen Elbe zu machen, muss das Schiffshebewerk
Lüneburg verlängert werden.
Ein Engpass auf der Schifffahrtsverbindung Berlin-Magdeburg ist
die Eisenbahnbrücke Genthin über dem Elbe-Havel-Kanal.
Mit der Erhöhung der Durchfahrtshöhe kann der zweilagige
Containerverkehr zwischen Berlin und dem Ruhrgebiet abgesichert
werden.
Die aktuellen Diskussionen um konkrete Projekte, die mit den besagten
Mitteln finanziert werden sollen, zeigen erneut den Bedarf einer
Schwerpunktsetzung für die Bauvorhaben an Bundeswasserstraßen.
Das Bundesverkehrsministerium muss endlich den Kabinettsbeschluss
vom 2. Juli 2003 zur Priorisierung von Wasserstraßenprojekten
umsetzen. Nur so lässt sich Planungssicherheit in den betroffenen
Regionen schaffen.
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