| PRESSEMITTEILUNG der Bundestagsfraktion Bündnis
90/DIE GRÜNEN
NR. 146
Datum: 11. März 2004
Stärkung der Städte: Eine zentrale
Aufgabe der Politik
Anlässlich der gemeinsamen Reise von Nordrhein-Westfalens
Bauminister Michael Vesper, ostdeutscher Landesvorsitzender von
Bündnis 90/Die Grünen und grüner Bundestagsabgeordneter
erklären die bau- und wohnungspolitische Sprecherin Franziska
Eichstädt-Bohlig und der Sprecher der AG Ost Peter
Hettlich:
Am 12. und 13. März besucht Nordrhein-Westfalens
Bauminister Michael Vesper
auf Einladung der ostdeutschen Landesverbände von Bündnis
90/Die Grünen und
der grünen Bundestagsfraktion die Städte Brandenburg/Havel,
Dessau, Halle
und Leipzig, um sich über den Stadtumbau Ost zu informieren.
Am 22. April
wird es einen Gegenbesuch im Ruhrgebiet geben.
Mit der Städtereise wollen wir auf die großen
Strukturprobleme der
ostdeutschen Städte mit durchschnittlich 21 Prozent Arbeitslosigkeit,
schwacher Wirtschaftskraft, anhaltendem Bevölkerungsrückgang
und hohem
Leerstand aufmerksam machen und gleichzeitig Fortgang und Probleme
des
"Stadtumbau Ost? vor Ort erörtern.
Die Stärkung der Städte in Ost- und Westdeutschland
ist für uns eine Aufgabe
mit hoher Priorität. Die dauerhafte Konsolidierung der Finanzausstattung
der
Städte muss ins Zentrum der bundes- und länderpolitischen
Anstrengungen
gerückt werden. Wir halten die Städtebauförderung
und die damit verbundenen
Programme "Stadtumbau Ost? und "Soziale Stadt? als Gemeinschaftsaufgabe
von
Bund, Ländern und Kommunen weiterhin für unabkömmlich.
Das Programm
Stadtumbau Ost muss weiter fortgesetzt werden. Die Städtebauförderung
West
muss verstärkt werden. Für die Finanzierung ist die
vollständige Abschaffung
der Eigenheimzulage zwingend notwendig. 25 Prozent der frei werdenden
Mittel
sollen für die Städtebauförderung, für den
?Stadtumbau Ost? und das Programm
?Soziale Stadt? eingesetzt werden. Darüber hinaus muss der
Einsatz der
EU-Strukturfonds auch für die Zeit nach 2007 für entwicklungsschwache
Städte
und Regionen aufrechterhalten werden. Nur so können unsere
Städte auch in
Zukunft einen attraktiven Lebensraum bieten.
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