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Grande Katastrophe für die Olympiabewerbung
Zu den neuesten Vorwürfen gegen Verantwortliche
der Olympiabewerbung erklärt Peter Hettlich, MdB:
"In die Olympiabewerbung muss endlich wieder Ruhe einkehren",
so der Bundestagsabgeordnete.
Nach den Entlassungen von Thärichen und Köhler muss
Oberbürgermeister Tiefensee endlich für Ordnung und
Ruhe im Laden sorgen. "Es ist sehr bekümmerlich, dass
eine so ambitionierte Bewerbung nun im Filz zu versumpfen droht.
Die Masse der Vorwürfe in den letzten Wochen mutet allerdings
schon wie eine gezielte Kampagne gegen Leipzig an. Leider ist
das Personal angreifbar - das hätte man vorher erkennen und
danach handeln müssen", so der Bündnisgrüne.
Berlin und Leipzig, den 06.11.2003
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Schwarzer Filz in Delitzsch
Zu den Vorwürfen gegen den Landrat des Kreises
Delitzsch und Aufsichtsratschef der Kreiswerke Delitzsch, Michael
Czupalla, fordert Peter Hettlich, MdB von Bündnis 90/Die
Grünen in Sachsen, die schnelle und uneingeschränkte
Aufklärung der unklaren Verhältnisse. "Es ist die
Aufgabe von Herrn Czupalla, alle Bedenken auszuräumen und
gegebenenfalls persönliche Konsequenzen zu ziehen",
so der Abgeordnete. Das Bekanntwerden eines gemeinsamen Kontos
der Lebensgefährtin Czupallas und der Ehefrau von Klaus-
Jürgen Haupt, Chef der Kreiswerke-Gesellschaft IKW, ist ein
neuer Fakt, der frühere Korruptionvorwürfe aus dem Jahr
2001 erhärten könnte. "Das gemeinsame Konto der
beiden Frauen ist keineswegs eine private Angelegenheit",
so der Bündnisgrüne. "Diese schwerwiegende Vorwürfe
müssen schnellstens von einer unabhängigen Stelle geprüft
werden", fordert Peter Hettlich.
Berlin und Leipzig, den 03.11.2003
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Statement Peter Hettlichs
am 16.09.03 für "Das Parlament":
Beeinträchtigt die derzeitige Ostalgie-Welle
- insbesondere in den elektronischen
Medien - die Herstellung der Inneren Einheit oder ist sie nur
eine vorübergehende, oberflächliche Erscheinung?
"Weder noch. Letztlich geht es um tiefe Einsichten
in die Alltags-kultur der ehemaligen DDR und ihrer Bewohner. Nur
so ist Ver-ständnis für das Anderssein von Ost- und
Westdeutschen mög-lich - und damit Akzeptanz und gegenseitiger
Respekt.
Spätestens seit Thomas Brussigs Büchern ist der satirische
Blick auf den ostdeutschen Alltag salonfähig. Das Kinopublikum
strömt in Filme wie "Sonnenallee", "Good bye
Lenin", "Halbe Treppe" oder "Herr Wichmann
von der CDU". Und in Berlin läuft die Ausstellung "Kunst
in der DDR". In der Kultur- und Kunsts-zene ist also die
Auseinandersetzung mit dem untergegange-nen Land im Kommen. Die
Menschen wollen sich mit diesem Thema beschäftigen, sie haben
offensichtlichen Nachholbedarf. Zunehmend erkennen die Westdeutschen,
dass es nicht darum geht, ostdeutsche Biografien wegen ihrer Andersartigkeit
gerin-ger als ihre eigenen zu schätzen oder gar ins Lächerliche
zu ziehen. Und die Menschen im Osten fühlen sich in einem
um-fassenden Sinn wertgeschätzt, was ja wirklich lange Zeit
nicht geschah.
Dieses gegenseitige Erkennen und Akzeptieren des Anderssein ist
ein Prozess, keine Eintagsfliege. Er hat erst begonnen. Und er
verspricht spannend zu werden."
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Peter Hettlich für das Ost-Wirtschaftsmagazin
"Wirtschaft und Markt", erschienen in der aktuellen
Auflage (September 2003):
Aufschwung Ost durch den Bundesverkehrswegeplan 2003?
Es ist unbestritten, daß eine funktionierende und sinnvoll
ausgebaute Straßen- und Schieneninfrastruktur notwendig
ist, um die Herausforderungen der nächsten Jahre, insbesondere
die der EU-Osterweiterung erfolgreich bestehen zu können.
Aber ich bin nicht der Ansicht, daß der Aufschwung Ost sich
allein auf den Ausbau der Verkehrsinfrastruktur stützen kann.
Schon aus finanziellen aber aus zeitlichen Gründen werden
viele Maßnahmen nicht vor den Jahren 2010-2015 fertiggestellt
werden können, und dies käme nach einer derartigen Logik
für viele strukturschwache Regionen eher zu spät.
Auch wenn bis 2015 rund 170 Mrd. Euro für Verkehrsinfrastrukturmaßnahmen
zur Verfügung stehen, ein großer Teil ist bereits fest
für deren Unterhalt verplant. Den Neuen Bundesländern
stehen dennoch 32 % der Straßenneubaumittel des Bundes zur
Verfügung, davon für "laufende und fest disponierte"
Vorhaben rd. 12 Mrd. und für Neue Vorhaben rd. 4 Mrd.
Da die Mittelausreichung über einen Zeitraum von 12 Jahren
erfolgt, wird schnell deutlich, daß bei einem jährlichen
Investitionsvolumen von rd. 1,2 Mrd. Euro in den Neuen Bundesländern
die Baumaßnahmen über einen längeren Zeitraum
betrachtet werden müssen. Die Realisierung der Projekte des
Vordringlichen Bedarfs hängt dann vom Planungsfortschritt
und dem politischen "Druck" ab. Zudem ist zu berücksichtigen,
daß insbesondere große Autobahnprojekte, wie z.B.
die A17 Dresden-Prag, die A72 Chemnitz-Leipzig oder die Fertigstellung
der A20 (Ostseeautobahn) erhebliche Mittel in den ersten Jahren
binden werden.
Die Bundesregierung hat daher einen Schwerpunkt bei den Neuen
Vorhaben in den Ausbau von vorhandenen Bundesstraßen und
in den Bau einer großen Zahl von Ortsumfahrungen gelegt.
Denn diese Maßnahmen können erheblich kostengünstiger
und zeitlich flexibler durchgeführt werden und nützen
den Regionen mehr als ambitionierte Großprojekte wie z.B.
die A16.
Den Problemen in den Neuen Bundesländern kann - wenn überhaupt
- mit dem Bundesverkehrswegeplan allenfalls mittel- und langfristig
begegnet werden. Hier sind dringend andere Konzepte gefragt, die
die strukturschwachen Regionen von ihrer Transportabhängigkeit
bei inferioren Gütern z.B. durch die Produktion hochwertiger
Wirtschaftsgüter entkoppeln.
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